Ohne Logo geht heute gar nichts mehr. Also war schon in der Steinzeit unserer Clubgeschichte klar, dass wir uns ein Maskottchen suchen, das zu uns passt:
Eher klein, eher ländlich, ziemlich bayrisch und auf jeden Fall was Besonderes. Das waren so ungefähr die Überlegungen, weil unsere ersten Module Nebenbahncharakter hatten.
Mit der D V ist uns das ganz gut gelungen, denken wir. Immerhin wurde dieses Schmuckstück zwischen 1877 und 1878 von der Lokfabrik J. A. Maffei in München/ Hirschau nur zehnmal gebaut.
Davon erbten die ersten sechs die Namensschilder der gerade zur Zerlegung anstehenden Loks der Reihe D IV, welche einst von der Firma Krauss erbaut wurden.
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Die für die damalige Zeit sehr leistungsfähige Lok wurde für die Güterzüge von Deggendorf über Zwiesel nach Bayrisch-Eisenstein beschafft.
Mit 42 to Reibungsgewicht, 2 to Kohle, 5,5 cbm Wasser und einem Kesseldruck von 12 atm waren sie mit maximal 45 km/h für diese anspruchsvolle Strecke mit langen Steigungen von 10 bis 12 Promille ausgelegt.
Allerdings sollen sie schon ab 1892 im Streckendienst zwischen Landshut und Mühldorf sowie auf den großen Rangierbahnhöfen München, Augsburg und Nürnberg verwendet worden sein.
Nach über 45 Jahren Einsatz wurden die D V in den Jahren 1925 - 28 ausgemustert.
Auf der Suche nach einem passenden Modell schienen wir uns zunächst ausgetrickst zu haben, denn ausgerechnet die D V hatte keiner im Sortiment.
Dann aber entdeckten wir die H0-Kleinserie von der Firma Fuchs aus Fürstenfeldbruck. Mit damals 1700,- DM nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber wenn's sein muss...
Quellen:
BAYERN-Report (1995), Heft 5, Merker-Verlag, Fürstenfeldbruck.
Heinz Schnabel (1987): Lokomotiven bayerischer Eisenbahnen von 1835 bis zur DRG, Transpress Verlag, Berlin (Reihe: Deutsches Lok-Archiv).
Wenn Sie auch etwas über bestimmte Loks der Deutschen Staatsbahnen erfahren möchten, finden Sie auf unserer Non-profit-Links einen geeigneten Link.